BMS Aufnahmeprüfung 2026: Zentrale Prüfung, Voraussetzungen und Erfolgstipps
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BMS Aufnahmeprüfung 2026: Zentrale Prüfung, Voraussetzungen und Erfolgstipps

Alles Wichtige zur BMS Aufnahmeprüfung 2026: Zentrale Aufnahmeprüfung ZAP, prüfungsfreie Aufnahme, Voraussetzungen für Kandidatinnen und Kandidaten sowie bewährte Vorbereitungsstrategien für Mathematik und Deutsch.
Ciril Bullinger
Ciril Bullinger

6 Min. Lesezeit

BMS Aufnahmeprüfung: Ihr Weg zur Berufsmaturität

Die BMS Aufnahmeprüfung ist für viele Berufsleute der entscheidende Schritt zur Fachhochschule. Ob während der Lehre (BM1) oder nach dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis EFZ (BM2) – eine erfolgreiche Aufnahmeprüfung öffnet neue Bildungs- und Karrierewege. Im Kanton Zürich absolvieren Kandidatinnen und Kandidaten die zentrale Aufnahmeprüfung (ZAP), die seit 2023 im neuen ZAP3-System durchgeführt wird.

Zentrale Aufnahmeprüfung: Das erwartet Sie

Die zentrale Aufnahmeprüfung für die Berufsmaturitätsschule prüft Ihre Kenntnisse in zwei Kernfächern. Mathematik umfasst 90 Minuten und deckt Rechnen, Algebra und Geometrie ab. Das Fach Deutsch teilt sich in zwei Prüfungsteile: 45 Minuten Sprachbetrachtung und Textverständnis sowie 90 Minuten für einen Aufsatz. Diese Struktur gilt einheitlich für alle BMS-Fachrichtungen im Kanton Zürich – egal ob Sie Technik, Wirtschaft, Gesundheit oder Gestaltung anstreben.

Die Prüfung findet jährlich im März statt. Für 2026 ist der Prüfungstermin auf den 7. März festgelegt. Die Anmeldefrist endet jeweils Anfang Februar, sodass Sie genügend Zeit für eine strukturierte Vorbereitung haben sollten.

Voraussetzungen für Kandidatinnen und Kandidaten

Für die BM1, die begleitend zur Berufslehre absolviert wird, benötigen Kandidatinnen und Kandidaten einen unterschriebenen Lehrvertrag. Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarschule Abteilung A erfüllen die Zulassungsvoraussetzungen direkt. Wer aus der Abteilung B kommt, benötigt eine Empfehlung der Klassenlehrperson.

Bei der BM2, die nach der Lehre in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert wird, ist ein abgeschlossenes Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ die Grundvoraussetzung. Auch Personen im letzten Lehrjahr können sich anmelden, sofern sie das EFZ bis zum Schulstart im August erhalten.

Prüfungsfreie Aufnahme: Wann ist die Prüfung nicht nötig?

Die prüfungsfreie Aufnahme bietet einen direkten Zugang zur Berufsmaturität ohne zentrale Aufnahmeprüfung. Für BM2-Interessierte gilt: Wer ein EFZ mit einer Gesamtnote von mindestens 5.0 abschliesst, wird direkt aufgenommen. Kaufleute mit E-Profil benötigen eine Gesamtnote von mindestens 4.5.

Auch Absolventinnen und Absolventen von Gymnasium, Fachmittelschule oder Informatikmittelschule profitieren von der prüfungsfreien Aufnahme. Ebenso können Personen, die die BM1 im Vorjahr abgebrochen haben, ohne erneute Prüfung einsteigen.

Für die prüfungsfreie Aufnahme in die BM1 während der Lehre benötigen Schülerinnen und Schüler aus Zürcher Volksschulen ebenfalls eine Gesamtnote von mindestens 5.0 in den relevanten Fächern. Diese Regelung belohnt konstant gute Leistungen und erspart motivierten Lernenden zusätzlichen Prüfungsstress.

Notenberechnung: So wird Ihr Prüfungsergebnis ermittelt

Die Berechnung der finalen Aufnahmenote unterscheidet sich zwischen BM1 und BM2. Bei der BM1 fliesst eine Vorleistungsnote ein, die sich aus den Zeugnisnoten der Sekundarschule zusammensetzt. Diese Vorleistungsnote zählt 50 Prozent, die eigentliche Prüfungsnote ebenfalls 50 Prozent. Die beiden Deutschprüfungen werden je mit 25 Prozent gewichtet, Mathematik mit 50 Prozent.

Kandidatinnen und Kandidaten mit Vorleistungsnote bestehen die Aufnahmeprüfung mit einer Gesamtnote von mindestens 4.5. Wer keine Vorleistungsnote vorweisen kann – etwa weil die Sekundarschule ausserhalb des Kantons Zürich besucht wurde – benötigt in der reinen Prüfungsnote mindestens eine 4.25.

Bei der BM2 zählt ausschliesslich die Prüfungsleistung. Hier gilt ebenfalls die Bestehensnorm von 4.25 als Mindestnote.

Mathematik-Vorbereitung: Themenschwerpunkte gezielt üben

Mathematik entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg bei der BMS Aufnahmeprüfung. Die Prüfung orientiert sich am Lehrplan der Sekundarstufe A. Zentrale Themen sind: Bruch- und Dezimalrechnen, Prozent- und Zinsrechnung, Gleichungen und Ungleichungen, Funktionen, geometrische Berechnungen sowie Volumen- und Flächenberechnungen.

Viele Kandidatinnen und Kandidaten unterschätzen die Anforderungen. Wer seit dem Sekundarschulabschluss mehrere Jahre im Beruf steht, sollte frühzeitig mit der Auffrischung beginnen. Alte Prüfungen zum Üben finden Sie kostenlos auf den Websites der Berufsmaturitätsschulen und des Kantons Zürich. Diese Musterprüfungen zeigen Ihnen genau, welches Niveau erwartet wird und mit welchen Aufgabentypen Sie rechnen müssen.

Deutsch: Textverständnis und Aufsatz meistern

Im Deutschteil der zentralen Aufnahmeprüfung prüfen die Examinatoren Ihr Sprachgefühl, Ihre Grammatikkenntnisse und Ihre Ausdrucksfähigkeit. Der erste Prüfungsteil umfasst Sprachbetrachtung und Textverständnis. Hier analysieren Sie Texte, beantworten Verständnisfragen und lösen Grammatikaufgaben.

Der Aufsatzteil verlangt, dass Sie zu einem vorgegebenen Thema eine strukturierte, argumentative oder erzählende Arbeit verfassen. Achten Sie auf klare Gedankenführung, korrekte Rechtschreibung und abwechslungsreichen Satzbau. Üben Sie regelmässig, verschiedene Textsorten zu schreiben – von der Erörterung bis zur Interpretation.

Erfolgsstrategien für Ihre Vorbereitung

Eine strukturierte Vorbereitung erhöht Ihre Erfolgschancen erheblich. Beginnen Sie mindestens sechs Monate vor der Prüfung mit dem Lernen. Erstellen Sie einen Lernplan, der alle relevanten Themen abdeckt und Ihnen genügend Zeit für Wiederholungen lässt.

Arbeiten Sie systematisch mit Musterprüfungen. Lösen Sie alte Prüfungen unter realistischen Bedingungen – mit Zeitlimit und ohne Hilfsmittel. So gewöhnen Sie sich an den Prüfungsdruck und identifizieren frühzeitig Wissenslücken.

Suchen Sie bei Bedarf Unterstützung durch Nachhilfe oder Vorbereitungskurse. Professionelle Begleitung hilft Ihnen, gezielt an Schwachstellen zu arbeiten und effizient zu lernen. Gerade in Mathematik zahlt sich individuelles Coaching aus.

Ihr Weg zur erfolgreichen BMS-Aufnahme

Die BMS Aufnahmeprüfung ist anspruchsvoll, aber mit gezielter Vorbereitung gut zu meistern. Ob Sie die zentrale Aufnahmeprüfung absolvieren oder die Voraussetzungen für eine prüfungsfreie Aufnahme erfüllen – der Weg zur Berufsmaturität lohnt sich. Mit einem klaren Lernplan, ausreichend Übungszeit und professioneller Unterstützung bei Bedarf steht Ihrem Erfolg nichts im Weg.

Die Berufsmaturität verbindet praktische Berufserfahrung mit akademischer Bildung und öffnet Ihnen die Türen zu Fachhochschulen und mit der Passerelle sogar zu universitären Studien. Investieren Sie in Ihre Vorbereitung – es ist eine Investition in Ihre berufliche Zukunft.

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